Kosten & Preise

Was kostet ein Headhunter in Österreich? Alle Preismodelle im Vergleich

Headhunter-Kosten in Österreich: Von Provision (20-30% vom Jahresgehalt) bis Fixpreis (ab €3.000). Konkrete Zahlen, Rechenbeispiele und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

21. März 20268 Min. LesezeitRalph Schönfelder
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Was kostet ein Headhunter in Österreich?

Sie suchen einen Mitarbeiter und überlegen, einen Headhunter zu beauftragen? Dann ist die erste Frage meistens: Was wird das kosten? In diesem Artikel zeigen wir Ihnen die gängigen Preismodelle in Österreich, rechnen mit konkreten Beispielen vor und erklären, wann sich ein Headhunter lohnt – und wann nicht.

Die kurze Antwort

Ein Headhunter in Österreich kostet typischerweise zwischen €3.000 und €20.000 pro Besetzung – je nach Preismodell und Position. Der Unterschied liegt im Preismodell:

| Preismodell | Typische Kosten | Bei €50.000 Gehalt | Bei €80.000 Gehalt | |-------------|-----------------|---------------------|---------------------| | Provision (klassisch) | 20-30% des Jahresgehalts | €10.000-15.000 | €16.000-24.000 | | Fixpreis | €3.000-8.000 | €4.500 | €4.500 | | Retainer + Erfolgsprämie | Retainer + 15-20% | €3.000 + €7.500 | €3.000 + €12.000 |

Preismodell 1: Provision (das klassische Headhunter-Modell)

Die meisten Personalberatungen in Österreich arbeiten auf Provisionsbasis. Sie zahlen einen Prozentsatz des Jahresbruttogehalts der besetzten Person.

Wie hoch ist die Provision?

  • Große internationale Anbieter (Hays, PageGroup, Robert Half): 25-30%
  • Regionale Personalberatungen: 20-28%
  • Spezialisierte Executive Search: 30-35% (für C-Level und Geschäftsführer)

Rechenbeispiel: Buchhalter mit €45.000 Jahresgehalt

| Anbieter | Provisionssatz | Kosten | |----------|---------------|--------| | Große Beratung | 28% | €12.600 | | Regionale Beratung | 22% | €9.900 | | Fixpreis-Anbieter | Fixpreis | €3.500-5.000 |

Vorteile der Provision

  • Zahlung nur bei erfolgreicher Besetzung (bei "Success Fee"-Modellen)
  • Anbieter hat starken Anreiz, die Position zu besetzen

Nachteile der Provision

  • Unplanbare Kosten: Je höher das Gehalt, desto teurer – auch wenn der Suchaufwand gleich bleibt
  • Interessenskonflikt: Der Headhunter verdient mehr, wenn das Gehalt höher ausfällt
  • Versteckte Kosten: Manche Verträge enthalten Nachbesetzungsklauseln, Exklusivitätsgebühren oder Mindesthonorare

Preismodell 2: Fixpreis (das transparente Modell)

Einige Personalvermittlungen – darunter fachkraft24.at – arbeiten mit transparenten Fixpreisen. Sie zahlen einen festen Betrag, unabhängig vom Gehalt der gesuchten Person.

Wie funktioniert das Fixpreis-Modell?

  1. Sie beschreiben die zu besetzende Position
  2. Sie erhalten ein verbindliches Fixpreis-Angebot
  3. Die Suche startet – Sie erhalten erste Profile in 2-3 Wochen
  4. Sie zahlen den vereinbarten Preis, egal ob das Gehalt €35.000 oder €80.000 beträgt

Rechenbeispiel: Gleiche Position, verschiedene Modelle

Gesucht: IT-Projektleiter in Wien, Gehalt €70.000

| Modell | Rechnung | Kosten | |--------|----------|--------| | Provision 25% | €70.000 × 25% | €17.500 | | Provision 20% | €70.000 × 20% | €14.000 | | Fixpreis | Pauschal | €4.500-6.000 |

Ersparnis mit Fixpreis: bis zu €13.000 pro Besetzung.

Vorteile des Fixpreises

  • Planbare Kosten – kein Risiko, kein Kleingedrucktes
  • Kein Interessenskonflikt – der Anbieter verdient nicht mehr bei höherem Gehalt
  • Transparenz – Sie wissen vorher, was Sie zahlen

Wann ist Fixpreis die bessere Wahl?

  • Bei Positionen ab €40.000 Jahresgehalt (darunter lohnt sich der Vergleich weniger)
  • Wenn Sie mehrere Positionen besetzen müssen (Fixpreis skaliert besser)
  • Wenn Sie ein festes Budget für Recruiting haben

Preismodell 3: Retainer + Erfolgsprämie

Manche Executive-Search-Firmen arbeiten mit einem Retainer-Modell: Sie zahlen eine Vorab-Gebühr für den Start der Suche, plus eine Erfolgsprämie bei Besetzung.

Typische Struktur

  • Retainer: €2.000-5.000 (nicht rückerstattbar)
  • Erfolgsprämie: 15-20% des Jahresgehalts
  • Gesamtkosten: Retainer + Erfolgsprämie

Dieses Modell ist vor allem bei der Suche nach Führungskräften (ab €100.000 Gehalt) verbreitet.

Versteckte Kosten: Worauf Sie achten müssen

Bevor Sie einen Headhunter beauftragen, prüfen Sie diese Punkte im Vertrag:

1. Nachbesetzungsgarantie

Was passiert, wenn der vermittelte Mitarbeiter in der Probezeit kündigt? Seriöse Anbieter bieten eine kostenlose Nachbesetzung (üblich: 3-6 Monate).

2. Exklusivität

Manche Headhunter verlangen Exklusivität – Sie dürfen während der Suche keinen anderen Anbieter beauftragen. Das kann die Suche verlängern.

3. Mindesthonorar

Einige provisionsbasierte Anbieter haben ein Mindesthonorar (z.B. €5.000), auch wenn die Provision rechnerisch darunter liegen würde.

4. Reisekosten und Nebenkosten

Bei überregionalen Suchen können Reisekosten, Anzeigenkosten oder Assessment-Gebühren hinzukommen.

Wann lohnt sich ein Headhunter?

Ein Headhunter lohnt sich besonders, wenn:

  • Stellenanzeigen nicht funktionieren – Sie inserieren seit Wochen ohne passende Bewerbungen
  • Die Position schwer zu besetzen ist – spezialisierte Fachkräfte, die nicht aktiv suchen
  • Es schnell gehen muss – ein Headhunter kann Kandidaten in 2-3 Wochen liefern
  • Sie kein internes Recruiting haben – bei KMU mit unter 50 Mitarbeitern ist oft kein HR-Team vorhanden
  • Diskretion wichtig ist – z.B. wenn Sie einen Nachfolger suchen, bevor der aktuelle Mitarbeiter geht

Wann lohnt sich ein Headhunter NICHT?

  • Bei Positionen, auf die sich viele bewerben (z.B. kaufmännische Sachbearbeiter in Wien)
  • Wenn Sie ausreichend Zeit haben und selbst suchen können
  • Bei sehr niedrigen Gehältern (unter €30.000) – hier sind die Kosten im Verhältnis zu hoch

Headhunter beauftragen: So gehen Sie vor

  1. Bedarf definieren: Welche Position, welches Gehalt, welcher Standort?
  2. Angebote vergleichen: Holen Sie mindestens 2-3 Angebote ein
  3. Preismodell verstehen: Provision oder Fixpreis? Was ist bei Ihrem Gehaltsniveau günstiger?
  4. Vertrag prüfen: Nachbesetzungsgarantie, Exklusivität, versteckte Kosten
  5. Referenzen einholen: Hat der Anbieter Erfahrung in Ihrer Branche und Region?

Fazit: Fixpreis oder Provision?

Für die meisten österreichischen KMU ist das Fixpreis-Modell die bessere Wahl. Es bietet planbare Kosten, keine Interessenskonflikte und ist bei Positionen ab €40.000 Gehalt deutlich günstiger als die klassische Provision.

Rechenbeispiel zum Abschluss:

Wenn Sie in einem Jahr 3 Positionen mit einem Durchschnittsgehalt von €55.000 besetzen:

  • Provision (25%): 3 × €13.750 = €41.250
  • Fixpreis: 3 × €4.500 = €13.500
  • Ihre Ersparnis: €27.750

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